Bezeichnung (grch. amylon = Stärke, plastós = geformt) für farblose bis trübe Zellstrukturen in höheren Pflanzen, die zu den Plastiden zählen. Ihre Hauptfunktion ist die Speicherung von Stärke als Energiereserve. Sie enthalten charakteristische Stärkekörner und kommen in Wurzeln, Knollen, Samen und anderen Speichergeweben vor.
Amyloplasten entstehen meist aus undifferenzierten Vorläufern (Proplastiden) und können sich bei Belichtung in Chloroplasten umwandeln (siehe dort), während umgekehrt auch eine Rückumwandlung möglich ist. Sie besitzen eine eigene, ringförmige DNA und gehören damit wie Mitochondrien und Chloroplasten zum plastidären Anteil des zellulären Genoms. Anders als bei Chloroplasten und Mitochondrien spielt die DNA der Amyloplasten jedoch keine Rolle bei der Rebsorten-Bestimmung oder Kreuzungsrichtung, da sie in der Praxis nicht gezielt analysiert wird.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“