Die rote Rebsorte ist eine interspezifische Neuzüchtung zwischen Wildreben der Spezies (Rupestris x Lincecumii) x Aramon Noir. Synonyme sind Aramon von Seibel und Seibel 2007. Es sind Gene von Vitis lincecumii, Vitis rupestris und Vitis vinifera enthalten. Die Kreuzung der Hybride erfolgte 1893 durch den französischen Züchter Albert Seibel. Sie war (unter dem Namen Seibel 2007) Kreuzungspartner bei der Neuzüchtung Rayon d’Or.

Die früh reifende, ertragreiche Rebe besitzt gute Resistenz gegen die Reblaus und beide Mehltauarten. Gegen Ende der 1960er-Jahre belegte sie in der Region Languedoc (Hérault, Gard) noch rund 1.100 Hektar Rebfläche, dieser Bestand wurde aber auf Grund des EU-Hybridenverbotes extrem reduziert. Die Sorte erbringt farbkräftige, aber eher säurearme, einfache Rotweine. Im Jahre 2016 wurden keine Bestände ausgewiesen (Statistik Kym Anderson).
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden