Beschreibung für die unnatürliche Sensorik der Aromastoffe eines Weines im Rahmen einer Weinansprache bzw. Weinbewertung. Der künstlich wirkenden Eindruck ist bei einer starken Ausprägung als Weinfehler zu werten. Dies äußert sich durch typisch dropsige Eisbonbon-Noten, wie sie bei kalt vergorenen Weinen nicht selten sind, oder marmeladige Noten, wie sie bei hohen Gärtemperaturen bzw. bei einer Maischeerhitzung auftreten können.
Es kann auch der Eindruck einer künstlichen Aromatisierung entstehen. Der Effekt kann auch bei hochklassigen, aber für den Konsum noch zu jungen Weinen auftreten, der jedoch mit längerer Flaschenreifung bzw. manchmal auch schon nach längerem Lüften oder Dekantieren völlig verschwindet. Bestimmte Rebsorten neigen dazu, zum Beispiel Muscat d’Alexandrie sowie viele, vor allem rote, Neuzüchtungen mit amerikanischen Spezies wie etwa Vitis labrusca.
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)