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Balling

Maßeinheit in Prozent für den Zuckergehalt (Malzzucker und andere Zuckerarten) in zum Beispiel der Stammwürze des Bieres, der in Alkohol umgewandelt werden kann. Sie wird vor allem in der Bierbrauerei, aber in englischsprachigen Ländern auch für das Bestimmen des Mostgewichtes (Wein) verwendet. Die Maßeinheit wurde nach dem österreichischen in Böhmen geborenen Chemiker Carl Joseph Napoleon Balling (1805-1868) benannt, der sie 1843 entwickelt hat. Er beschäftigte sich mit der Gärungschemie in Zusammenhang mit Bierbrauerei und Weinbereitung, sowie Branntweinbrennerei und Hefenerzeugung und verfasste darüber das 1845 erschienene vierbändige Werk „Die allgemeine Gährungschemie und die Bereitung des Weines“, das als Standardwerk seiner Zeit galt. Seine Maßeinheit wurde dann im Jahre 1900 vom Chemiker Fritz Plato (1858-1938) verbessert. Ein „Balling“ und ein „Plato“ sind aber nahezu gleichwertig. Die ebenfalls nach dem Erfinder benannte Maßeinheit Brix ist auch in etwa identisch. August-Wilhelm Freiherr von Babo (1827-1894) entwickelte auf Basis des „Balling’schen Saccharometers“ 1861 seine Klosterneuburger Mostwaage (KMW). Siehe auch unter den Maßeinheiten Baumé und Oechsle.

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Andreas Essl

Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.

Andreas Essl
Autor, Modena

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