Bezeichnung (auch Basissorte, Basistraube) für die bestimmende Rebsorte bzw. den Wein mit dem Hauptanteil in einer Cuvée. In der Regel muss der Anteil zumindest 50% betragen, damit diese Sorte dem Wein seinen Charakter verleiht (ist aber keine weingesetzliche Vorgabe). Gegebenenfalls kann es aber auch zwei oder mehr Basissorten geben, wenn eine größere Anzahl zugelassen ist, was speziell bei Weinen aus südlichen Ländern oft der Fall ist. Ein Extremfall ist der Châteauneuf-du-Pape mit 13 möglichen Sorten, was aber nur von wenigen Produzenten in vollem Umfang genutzt wird. Siehe auch unter Weinbereitung.
Der Begriff wird für die einfachste Qualität bzw. unterste Qualitätsstufe eines Weinguts bzw. Produzenten in der Qualitätspyramide verwendet. Im Bordeaux gibt es dafür die Bezeichnungen Zweitwein und ggf. Drittwein; im VDP-Klassifikationsmodell ist dies sinngemäß der Gutswein. Siehe dazu auch unter Grand Cru und Qualitätssystem.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach