Die weiße Rebsorte ist eine interspezifische Neuzüchtung zwischen Seyval Blanc x Bacchus. Synonyme sind Birchstaler Muskat, Muscat de la Birse und VB 86-6. Sie wurde nach dem Rhein-Nebenfluss Birs benannt. Es sind Gene von Vitis lincecumii, Vitis rupestris und Vitis vinifera enthalten. Die Kreuzung der Hybride erfolgte im Jahre 1986 durch den Schweizer Privatzüchter Valentin Blattner in Soyhières im Kanton Jura in der Schweiz.

Die früh bis mittel reifende Rebe ist relativ widerstandsfähig gegen beide Mehltauarten und Frost, jedoch anfällig für Verrieseln. Sie erbringt säurearme Weißweine mit dezentem Muskatton und wird auch als Tafeltraube und für die Produktion von Traubensaft genutzt. Auf Grund der dekorativen Blätter wird sie auch als Zierrebe verwendet.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach