Die antike rote Rebsorte (auch Balisca oder Cocolubis) wurde von Plinius dem ÄlterenPlinius (23-79) und schon vorher von Columella (1. Jhdt. v. Chr.) erwähnt. Sie ist nach dem im 1. Jahrhundert n. Chr. bei Bordeaux ansässigen Volksstamm der Bituriger benannt. Angeblich wurde sie dort aus Spanien eingeführt.
Das für den Cabernet Franc verwendete Synonym Bidure gab Anlass zur Vermutung, dass die Biturica ein Vorfahre ist. Ebenso zweifelhaft ist die vom Agronomen Lambert Joseph von Babo (1790-1862) geäußerte Vermutung, dass der früher in der Pfalz weit verbreitete Gänsfüßer identisch sei. Von griechischen Ampelographen wurde die einheimische Sorte Volitsa Mavri als Nachkomme der Balisca (Biturica) und Vorfahre des Cabernet Sauvignon vermutet. Ebenso soll die französiche Sorte Genouillet ein Nachfahre sein. Dies sind jedoch bei allen nicht verifizierbare Hypothesen.
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Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi