Bezeichnung im deutschsprachigen Raum für die Art der Formierung der einjährigen verholzten Ruten. Abhängig von der Länge der Ruten bzw. der Anzahl der beim Rebschnitt darauf belassenen Augen (Knospen) gibt es verschiedene Bezeichnungen. Auch die Erziehungsform spielt bei der Bezeichnung eine Rolle.
In der Regel wird eine sehr kurze Rute mit 1 bis 3 Augen als Zapfen, eine mittellange Rute mit 4 bis 7 Augen als Strecker und eine lange Rute mit 8 bis 15 Augen als Rute bezeichnet. Aus den Augen entwickeln sich die neuen, fruchttragenden Triebe (Sommertriebe) mit den Weintrauben, Blättern und Ranken.
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Lothar Lindner
Innsbruck