Bezeichnung für einen markanten Höhenzug zwischen den Gemeinden Bremm und Ediger-Eller (Bereich Burg Cochem) im deutschen Anbaugebiet Mosel. An seinen Hängen liegen die beiden Einzellagen Bremmer Calmont und Ellerer Calmont. In der Weinbergsrolle werden nur die Namen der Lagen geführt, in diesem Falle „Calmont“. In der Etikettierung ist jedoch darüber hinaus die Gemarkung „Bremmer“ oder „Ellererer“ voranzustellen.

Ausgrabungen auf dem Calmontrücken belegen, dass hier bereits von den Römern um die Zeitenwende Weinbau betrieben wurde. Auf dem Berg befand sich ein römisches Bergheiligtum aus dem zweiten Jahrhundert. Ab 2005 erfolgten aufwändige archäologische Ausgrabungen. Der dabei entdeckte gallo-römische Tempel wurde rekonstruiert und wieder aufgebaut. Der römische Dichter Venantius Fortunatus (530-610) beschrieb in einem Gedicht bei einer Mosel-Bootsfahrt um 588 den Calmont. Der Name geht entweder auf das lateinische „calvus mons“ (kahler Berg, Felsen) oder „calidus mons“ (heißer Berg), oder auf das keltische „kal“ (hart = Felsenberg) zurück. Weitere Bremmer Einzellagen sind Abtei Klosterstuben, Frauenberg, Laurentiusberg und Schlemmertröpfchen.
![]()
Ich habe großen Respekt vor dem Umfang und der Qualität des wein.plus-Lexikons. Es handelt es sich um eine einzigartige Anlaufstelle für knackige, fundierte Informationen zu Begriffen aus der Welt des Weines.
Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach