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Chile

Die ersten Rebstöcke in diesem südamerikanischen Land ließ 1551 der spanische Conqistador Don Francisco de Aguirre de Meneses (1507-1581) in der 1543 gegründeten Stadt La Serena (Coquimbo) anpflanzen. Darunter war die aus Spanien stammende Criolla Chica (Listán Prieto), die hier als País oder Negra Antigua bezeichnet wird (siehe unter Criolla). Wenige Jahre später führte sein Schwiegersohn Juan Jufré de Loayza (1516-1578) bei Santiago im Bereich Maule Reben ein. Es wurde billiger Massenwein erzeugt und nach Peru und Mexiko verschifft. Der englische Freibeuter Francis Drake (1540-1596) kaperte im Jahre 1578 ein Schiff, das 1.770 Weinschläuche von Chile nach Peru bringen sollte. Chile wurde zunehmend Konkurrent für europäische Weine. Deshalb verbot das spanische Königshaus 1620 die Anpflanzung weiterer Reben, um den Weinhandel Spaniens mit Amerika zu schützen. Im Jahre 1830 errichtete die Regierung die landwirtschaftliche Versuchs-Station Quinta Normal. Der französische Naturforscher Claudio Gay (1800-1873) führte europäische Sorten ein. Um 1850 gab es bereits 70 verschiedene.

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