Einzellage in der Gemeinde Bernkastel im deutschen Anbaugebiet Mosel. Der Name leitet sich von einer nicht verifizierbaren Legende ab. Der Trierer Erzbischof Boemund II. (1354-1362) lag im Jahre 1360 auf der Burg Landshut schwer fieberkrank darnieder. Kein Medikament half und alle ärztliche Kunst war vergeblich. Schließlich wurde er durch den Genuss zweier Flaschen Bernkasteler Weines geheilt. Zum Zeichen, dass der Wein „der wahre Doctor“ sei, erhielt der Weinberg durch den Kurfürsten das Privileg, sich „Bernkasteler Doctor“ nennen zu dürfen.

Der Name ist aber erst im 17. Jahrhundert entstanden, als der Geistliche Rat Dr. Heinrich Linden 1677 den Weinberg erbte. Belegt ist allerdings, dass ihn der König Edward VII. (1841-1910) von Großbritannien als „Medizin“ trank.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach