Die rote Rebsorte stammt aus Italien. Der Name bedeutet „kleine Süßer“ und bezieht sich auf die süßen, etwas säurearmen Trauben. Synonyme sind Acqui, Bathiolin, Bourdon Noir, Charbonneau, Chasselas Noir, Crete de Coq, Dolcetta Nera, Dolcetto a Raspo Rosso, Dolcetto a Raspe Verde, Dolcetto Crni, Dolcetto Nero, Dolcetto Piemontese, Dolchetto, Dolcino, Dolcino Nero, Gros Plant, Mauvais Noir, Nibièu, Nibiò, Ocanette, Ormeasco (2. Hauptname), Picot Rouge, Plant de Chapareillan, Plant de Montmélian, Plant de Turin, Primaticcio, Primativo, Promotico, Ravanellino, Refošk Dibeli, Rotstieliger Dolcedo, Uva d’Acqui, Uva del Monferrato, Uva di Ovada und Uva di Roccagrimalda.

Nach einer legenbdenhaften Erzählung soll Marchese di Clavesana 1303 ein Edikt erlassen haben, in dem unter Androhung der Todesstrafe verboten war, in seinem Herrschaftsgebiet etwas anderes als Dolcetto anzupflanzen. In eduner Verodnung von 1593 in Dogliani in der Provinz Cuneo im Piemont wurde verboten, die Sorte Dozzeti vor dem Matthäus-Tag (21. September) zu ernten. Von einem Conte Nuvolone wurde sie 1798 unter Dosset beschrieben. Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) beschäftigte sich während seiner Italienreise 1786 bis1788 auch mit Rebsorten und erwähnte unter anderem auch Dolcetto, die er (fälschlicherweise) als identisch mit Refosco betrachtete.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach