Bezeichnung für eine Weinmarke, die ursprünglich vom italienischen Hersteller Casa Vinicola Carlo Botter entwickelt wurde, einer 1928 gegründeten Kellerei in Norditalien, die in der süditalienischen Region Apulien auch heute noch ein Weingut namens Doppio Passo besitzt. Dieoft zitierte Herleitung des Markennamens aus dem Fußballsport („Doppelpass“) lässt sich jedoch nicht eindeutig belegen; offizielle Quellen der Kellerei erwähnen dies nicht. Der Name Doppio Passo wird dort vielmehr mit dem zweistufigen Herstellungsprinzip („doppelter Schritt“) in Verbindung gebracht.
Der Beginn erfolgte zunächst mit nur einem Rotwein aus der Sorte Primitivo (Tribidrag) und entwickelte sich mittlerweile zu einer Weinlnie mit auch Rosé- und Weißweinen sowie einem Prosecco. Die Trauben der ersten Weinlese werden langsam vergoren. Der zweite Teil wird erst nach drei bis vier Wochen geerntet und besitzt dadurch höhere Reife und Konzentration. Dieser wird nun ebenfalls vergoren. Nun werden die zwei Weinmengen gemischt und erneut zur Gärung gebracht. Dieses markenspezifische Verfahren ist nicht mit traditionellen Methoden wie Appassimento oder Ripasso gleichzusetzen. So ein Wein weist eine große Aromenvielfalt und einen etwas höheren Alkoholgehalt auf. Der Begriff beschreibt somit kein allgemein anerkanntes Herstellungsverfahren, sondern eine markentypische Vorgehensweise.
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)