Speziell in Österreich übliche umgangsprachliche Bezeichnung für eine Zweiliter-Weinflasche, in die zum Großteil einfacher Wein (früher Tafelwein) oder Landwein abgefüllt wurde. Sie wurde vor allem in ländlichen Gastrobetrieben bzw. Wirtshäusern gerne zum offenen Ausschank verwendet. Diese Flaschenform bekam aber im Laufe der Zeit ein schlechtes Image. So ein Wein wurde abwertend mit „Dopplerware“ (einfacher Wein zum schnellen Konsum und die Flasche eher abfällig als „Magnum des kleinen Mannes“ oder „Austro-Magnum“ bezeichnet.

Die Flaschenform wurde deshalb von immer mehr Weinbauern durch Einliterflaschen und der Bouteille (0,75 Liter) abgelöst. Das ist auch durch das Konsumverhalten beeinflusst (die Menge ist für kleine Runden für einen kompletten Genuss zu groß). Ein gewisses Revivial gab es, als Winzer aus dem niederösterreichischen Weinbaugebiet Weinviertel auch qualitativ hochwertige Weine in solche Flaschen abfüllten und diese originell als „Top-ler“ bezeichneten.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“