Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Burgenland bzw. der gleichnamigen Weinbauregion, zu der die Gemeinden St. Georgen im Osten (das Grinzing von Eisenstadt) und Kleinhöflein im Westen zählen. Die Stadt liegt am Südhang des Leitha-Gebirges. Sie wurde im Jahre 1264 erstmals urkundlich erwähnt. 1648 wurde Eisenstadt zur Freistadt erhoben und bezahlte dafür mit 16.000 Gulden und 3.000 Eimern Wein im Wert von 9.000 Gulden.

Die Fürstenfamilie Esterházy erhielt im Jahre 1622 von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) die Herrschaften von Eisenstadt und Forchtenstein verpfändet. Der berühmte Komponist Joseph Haydn (1732-1809) trat im Jahre 1761 in den Dienst der Esterházys. Zu dieser Zeit wurde Wein aus Eisenstadt bis nach Böhmen, Mähren, Schlesien und Polen exportiert. Das „Fürstlich Esterházy’sche Schlossweingut“ ist heute noch das größte burgenländische Weingut. In Eisenstadt befindet sich die zentrale Prüfungsstelle für die Erteilung der Staatlichen Prüfnummer.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena