Das Gebiet Entre-deux-Mers ist eine 5.000 km² große, hügelige Landschaft im französischen Département Gironde. Es liegt im Südosten der Region Bordeaux zwischen den Flüssen Garonne und Dordogne. Diese bilden durch ihren Zusammenfluss den Mündungstrichter Gironde. Die Bezeichnung leitet sich nicht von „mer“ (Meer), sondern von „marée“ (Flut) ab. Denn in den beiden Flüssen, die das Weinbaugebiet begrenzen, macht sich die vom Atlantik über die Gironde landeinwärts drückende Flut bemerkbar. Östlich davon (jenseits der Dordogne) beginnt der Rive droite-Bereich mit den Appellationen Saint-Émilion, Pomerol und weiter nördlich Fronsac.
Die Weinberge umfassen 2.400 Hektar Rebfläche. Es herrscht durch den nahen Atlantik ein gemäßigt maritimes Klima mit warmen Sommern, milden Wintern und gleichmäßigen Niederschlägen vor. Die hügelige Landschaft sorgt für gute Durchlüftung der Weinberge und verringert das Risiko von Pilzkrankheiten. Die Böden bestehen überwiegend aus Kalkstein, Ton, Sand und Mergel mit einer Vielfalt an verschiedenen Terroirs.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden