Bezeichnung (lat. erodere = abnagen) für den natürlichen Prozess im Gesteinskreislauf, bei dem die Erdoberfläche durch fließendes Wasser, Wind oder Eis (Gletscher) abgetragen, ausgespült oder ausgefurcht wird. Dieser Bestandteil der Landschaftsformung ist in der Landwirtschaft gefürchtet, da sie fruchtbare Böden dauerhaft schädigen können.
Im Weinbau ist Erosion ein bedeutendes Problem, das vor allem durch großflächige, nicht unterbrochene Monokulturen entsteht. Diese sind in speziell Rebanlagen zwangsläufig gegeben, da durchgehende Rebzeilen für Pflege, Weinlese und Mechanisierung mit zum Beispiel Ernte-Maschinen erforderlich sind. Dadurch fehlt der schützende Bewuchs durch andere Pflanzen, der Boden liegt oft offen und ist somit ungeschützt den Erosionskräften ausgesetzt.
![]()
Das Lexikon von wein.plus ist für mich die umfangreichste und beste Informationsquelle über Wein, die es derzeit gibt.
Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)