Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war es in vielen Ländern Europas bei den meisten Weinproduzenten (Erzeugern) aus wirtschaftlichen Gründen üblich, den Wein in Fässern an Händler zu verkaufen. Diese füllten ihn dann oft auch weit außerhalb des Erzeugungsgebietes in Flaschen ab und nahmen auch die Etikettierung vor (im Sinnes des Weingesetzes als Abfüller). Dies führte nicht selten zu unsauberen Manipulationen und Weinverfälschungen.
Einer der Pioniere, die sich für eine Erzeugerabfüllung einsetzten, war der junge Baron Philippe de Rothschild (1902-1988). Der Rotwein Château Mouton-Rothschild wurde erstmals im Jahre 1927 komplett auf dem Château abgefüllt. Gemäß einer Vereinbarung folgten dann alle Premier Crus - das Château Margaux allerdings erst viel später in den 1950er-Jahren. Ein am Etikett mit „Erzeugerabfüllung“ bezeichneter Wein ist nicht automatisch hochwertig, lässt jedoch den Schluss auf einen qualitätsbewussten Produzenten zu. Nach den weingesetzlichen Bestimmungen innerhalb der Eueopäischen Union muss der Flaschenabfüller auf dem Flaschenetikett genannt werden.
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Es gibt unübersichtlich viele Quellen im Web, bei denen man sich Wissen über Wein aneignen kann. Doch keine hat den Umfang, die Aktualität und die Richtigkeit der Informationen des Lexikons von wein.plus. Ich benutze es regelmäßig und verlasse mich darauf.
Sigi Hiss
freier Autor und Weinberater (Fine, Vinum u.a.), Bad Krozingen