Die Essigfäule entsteht durch Vergärung von zuckerhältigen Beerensäften/Fruchtfleisch durch Essigsäure-Bakterien (Acetobacter) und wilden Hefen ab Reifebeginn. Befallen werden durch Unwetter oder von Insekten und Schadvögeln beschädigte Beeren. Als Überträger der Bakterien fungiert auch die durch den Geruch angelockte Essigfliege (Fruchtfliege), die ihre Eier in die Beeren ablegt. Die sich heftig bewegenden Maden ernähren sich vom Faulgut. Die Essigfäule tritt oft in Kombination mit verschiedenen Arten der Traubenfäule wie zum Beispiel der Grünfäule auf.

Die Beeren verfärben sich bei Weißweinsorten grünlich bis rötlich, bei Rotweinsorten braun bis violett. Im fortgeschrittenen Stadium ist im Weingarten ein penetranter Geruch nach Essig wahrnehmbar. Im Endstadium haben die Beeren eine mumifizierte Haut. Solche Trauben müssen ausgesondert werden, da sie im Wein den Weinfehler Essigstich verursachen. Eine direkte Bekämpfung der Essigfäule ist nicht möglich. Siehe auch unter Rebstock-Feinde.
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Lothar Lindner
Innsbruck