Lagerung des Weines in einem Fass, um diesen einem Reifungsprozess zu unterziehen. Fässer können aus verschiedenen Materialien wie Edelstahl, Holz, Beton, Glas oder Keramik gefertigt sein, beim Fassausbau ist aber in der Regel ein Holzfass gemeint. Fassgröße, Fassalter, Fassholzart und die Art der Herstellung haben einen großen Einfluss auf Ablauf und Länge des Reifungsprozesses. Der letztendlich verwendete Fasstyp ergibt sich vor allem aus dem gewünschten Weinstil. Oft geht aus einer Weinbeschreibung nicht eindeutig hervor, in welchem Holzfasstyp der Weinausbau erfolgt ist, denn die Ausbauart ist weingesetzlich nicht angabepflichtig.

Wenn nicht ausdrücklich „Barrique“, „französisches/amerikanisches/slawonisches Barrique“ oder „kleines Fass“ (kleines Eichenfass, kleines Holzfass) genannt ist, handelt es sich in der Regel um ein „größeres (nicht getoastetes) Holzfass“, also größer als 350 Liter (bis dahin gilt es noch als Barriquefass). Wird „großes Holzfass“, „traditionelles Fass“ oder „traditioneller Ausbau“ (oder sinngemäß) genannt, dann handelt es sich wahrscheinlich um kein Barriquefass.

Behälter aus verschiedenen Materialien: 1 = Amphore aus Cocciopesto (Luftkalkmörtel), 2 = Kunststoffei (GFK, PET, Polyethylen, PVC,...
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Lothar Lindner
Innsbruck