Im Schweizer Kanton Wallis gebräuchliche und geschützte Bezeichnung für sortenreine Weißweine aus Chasselas (Gutedel), sowie auch der hier gebräuchliche Name der Rebsorte (auch Fendant Blanc). Der Name leitet sich von der charakteristischen Eigenschaft der Weintraubenbeeren ab, zu platzen bzw. sich zu spalten (frz. fendre = spalten, rissig werden, platzen). Seit 1966 ist Fendant als Herkunftsbezeichnung ausschließlich dem Kanton Wallis vorbehalten.
Historisch wurden drei Qualitätsstufen unterschieden, die heute keine Rolle mehr spielen. Die Spitzenweine trugen Gemeinde- und Lagenbezeichnung, zum Beispiel „Fendant de Sion“; die besten Lagen befanden sich in den Gemeinden Ardon, Conthey, Leytron, St. Léonard, Sitten und Vétroz. Die zweite Stufe hieß „Fendant de choix“ und die dritte Stufe „Fendant courant“, die zumeist als offener Schankwein verkauft wurde. Ohne weinrechtliche Belange entsprechen dem Fendant die traditionellen Bezeichnungen Dorin im Kanton Waadt und Perlan im Kanton Genf.
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Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi