Bezeichnung (auch Flaschenabweichung) für das Phänomen von unterschiedlichen Qualitäten bei einem Wein, obwohl es sich um das gleiche Produkt (identischer Jahrgang, gleiche Lage, gleicher Ausbau) handelt - teilweise sogar aus demselben Fass. Beim Ausbau und Lagern von Weinen verläuft der Reifungs- bzw. Alterungsprozess in den einzelnen Behältern nie zu 100 % identisch. Besonders beim Fassausbau in kleineren Gebinden wie zum Beispiel Barriquefässern oder auch konventionellen Holzfässern können sich (geringfügig) unterschiedliche Weinqualitäten ergeben.
Durch Egalisieren (Zusammenmischen) vor der Flaschenabfüllung kann dies ausgeglichen werden. Dennoch können auch während der Flaschenreifung bzw. Alterung abweichende Qualitäten zwischen einzelnen Flaschen entstehen. Zudem treten bestimmte Weinfehler - wie der Korkschmecker - lediglich in einzelnen Flaschen auf.
![]()
Das wein.plus-Lexikon ist ein umfangreiches, fachlich sehr gut recherchiertes Nachschlagewerk. Jederzeit und überall verfügbar, ist es ein unverzichtbarer Bestandteil für den Unterricht geworden, das gleichermaßen von Studierenden und mir genutzt wird. Überaus empfehlenswert!
Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg