Physikalisch-chemisches Trennverfahren zur Entfernung feinkörniger Feststoffe aus Flüssigkeiten. Ursprünglich wurde es in der Erzaufbereitung eingesetzt, um erzhaltige Bestandteile vom tauben Gestein zu trennen. In der Getränkeherstellung findet die Flotation auch bei Bier Anwendung, wo sie zur Klärung der Würze (Malz-Wasser-Hopfen-Gemisch) dient.
In der Weinbereitung wird die Methode beim frisch gepressten Traubenmostes eingesetzt. Dabei wird Luft oder Stickstoff unter Druck in den Most eingeleitet. Beim anschließenden Druckabbau entstehen feine Gasbläschen, an deren Oberfläche Trubstoffe wie Traubenschalen oder Stielreste haften. Diese steigen als Schaum nach oben und können entfernt werden. Es gibt die kontinuierliche Flotation (permanentes Abschöpfen des Schaumes von der Oberfläche) und diskontinuierliche Flotation (Ablassen des klaren Mostes von unten in kurzen Zeitabständen bis maximal zwei Stunden).
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach