Die weiße Rebsorte stammt aus Südtirol-Italien. Synonyme sind Frauelerrebe, Frauler und Vezzaner. Der Name hat nichts mit dem weiblichen Geschlecht zu tun, er könnte sich von „Friaul“ ableiten.

Die Abstammung (Elternschaft) ist unbekannt. Sie könnte identisch mit der früher in der Steiermark angebauten Sorte Barthainer (Grüner oder Weißer Barthainer) sein, was aber noch nicht durch DNA-Analysen bestätigt wurde (das Bild zeigt Weißer Barthainer). Im VIVC-Katalog wird keine eigenständige Sorte namens Fraueler geführt.
Die mittel bis spät reifende, ertragreiche Rebe ist anfällig für Echten Mehltau und Botrytis. Sie erbringt säurebetonte, neutral schmeckende Weißweine, die hauptsächlich mit Riesling oder Müller-Thurgau verschnitten werden.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena