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Gemischter Satz

Eine bis zum 17. Jahrhundert in Europa weit verbreitete und übliche Form der Weinberg-Gestaltung (auch Mischsatz). Die Rebsorten wurden dabei aus praktischen Gründen wegen der Risikominimierung „bunt gemischt“ in einem Weinberg zusammen angepflanzt, um eine Ausfallssicherheit bzw. möglichst gleichbleibende Qualität zu gewährleisten. Deshalb wurden Sorten mit unterschiedlichem Reifezeitpunkt (früh bis spät) und auch unterschiedlichem Säuregrad gemischt. Es wurden in der Regel bis zu sieben Sorten u. m. angepflanzt, wobei diese natürlich je nach Weinbaugebiet verschieden waren. Typische Sorten waren Chasselas, Elbling, Fütterer, Hanns, Heunisch (Gouais Blanc), Müller-Thurgau, Muskateller, Neuburger, Grüner Hainer, Orléans, Österreichisch-Weiß, Weißburgunder (Pinot Blanc), Spätburgunder (Pinot Noir), Riesling, Silvaner, Traminer, Grüner Veltliner und Zierfandler. Das Ergebnis war häufig ein hellroter Wein, da auch Rotweinsorten darunter waren.

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