Beschreibung für den gustatorisch (Geschmack) und trigeminal (Tastsinn) wahrgenommenen Eindruck im Rahmen einer Weinansprache bzw. Weinbewertung, der den mühelos wirkenden Charakter beschreibt. So ein Wein vermittelt einen gleichmäßigen, ruhigen und widerstandslosen Gesamteindruck, ohne sperrige oder harte Elemente. Die Tannine sind fein eingebunden und wirken nur schwach adstringierend, die Säure erscheint harmonisch integriert. Der Wein wirkt am Gaumen locker, weich und ohne strukturelle Hemmnisse, bei gleichzeitig guter innerer Balance.
Im Unterschied zu samtig, das sensorisch als dichter, umhüllender und leicht dämpfender Eindruck wahrgenommen wird, erscheint geschmeidig leichter und beweglicher. Gegenüber seidig, das sich vor allem glatt und poliert gleitend zeigt, erscheint geschmeidig weniger oberflächenbetont, dafür aber deutlich natürlicher fließend. Im Vergleich zu schmelzig, das sich als viskos und körperreich darstellt, erscheint geschmeidig deutlich schlanker und weniger dicht.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg