Organische chemische Verbindungen (auch Glucoside), die in vielen Blüten- und Pflanzenfarbstoffen wie Flavonoiden enthalten sind. Sie tragen zur Festigung des Pflanzengewebes sowie zur Entgiftung bei, denn sie ermöglichen es der Pflanze, toxische Stoffe wie etwa bestimmte Phenole oder Pflanzenstoffe in nicht-toxischer Form zu speichern und so deren schädliche Wirkung zu kontrollieren. Auch im menschlichen Körper spielen Glykoside eine Rolle, da sie als Vorstufen gesundheitsrelevanter Stoffe dienen, die erst im Körper freigesetzt und dort wirksam werden.
Einige werden auch zur Herstellung von Medikamenten genutzt, zum Beispiel Aspirin (aus Salicin), das entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirkt, oder Herzglykoside wie Digoxin (aus Fingerhut), das zur Behandlung von Herzschwäche und bestimmten Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien