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Lexikon
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Großbritannien

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland (engl. United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland) ist eine Union aus den vier Landesteilen England, Wales, Schottland und Nordirland. Umgangssprachlich wird es als Großbritannien oder England bezeichnet; siehe dort.

Der Weinbau in Britannien wurde von den Römern eingeführt. Die Eroberung der Insel wurde 43 nach Christi unter Claudius in Gang gesetzt. Sie wurde zum Großteil von Keltisch sprechenden Stämmen bewohnt, die enge Verbindungen mit Gallien unterhielten. Teile der Insel blieben bis etwa 440 nach Christi unter römischer Herrschaft. Urkundlich erwähnt ist Weinbau in einem Dokument aus dem Jahre 731. Im Jahre 1152 kam der spätere König Heinrich II. (1133-1189) durch Heirat mit Eleonora von Aquitanien (1122-1204) in Besitz der Gascogne und großer Teile Westfrankreichs, unter anderem auch des Bordeaux (fielen 1453 wieder an Frankreich). Fast 300 Jahre lang wurde in großem Umfang französischer Wein importiert. Das war auch die große Zeit des roséfarbenen Clairet. Aber auch Süßweine aus Südeuropa waren ab Mitte des 14. Jahrhunderts sehr beliebt, zum Beispiel der Vernage (Vernacchia) aus Italien und Malmsey von Zypern und Kreta, der vom griechischen Hafen Monemvasia (Peloponnes) aus verschifft wurde. Deshalb kam ein eigenständiger englischer Weinbau für viele Jahrhunderte zum Erliegen.

England - Denbies Wine Estate mit Rebflächen

englischer Einfluss auf den europäischen Weinbau

England und die zahlreichen britischen Kolonien in aller Welt sind für die große Popularität zweier heute berühmter Dessertweine verantwortlich. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde, ausgelöst durch vom sozusagen staatlich konzessionierten Freibeuter und Weltumsegler Sir Francis Drake (1540-1596) erbeutete 2.900 Fässer (Pipes), in England der Sherry populär, der in großen Mengen aus Spanien eingeführt wurde. Der Grundstein für den ab Beginn des 18. Jahrhunderts beginnenden Portwein-Boom in England wurde durch den im Jahre 1703 abgeschlossenen und als Methuen Treaty bezeichneten Vertrag gelegt, der besondere Zollvergünstigungen für die Einfuhr portugiesischer Weine in England vorsah. Das führte zum britischen Monopol im Portweinhandel und zur Gründung vieler Portweinhäuser in Portugal. Eine besondete Rolle spielte dabei auch das 1790 eröffnte Factory House in Porto, in dem die britischen Faktoren ihre Geschäfte abschlossen.

Im 17. Jahrhundert wurden von Sir Kenelm Digby (1603-1665) erstmals Flaschen...

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