Allgemeiner Begriff für die in zumeist Jahren angegebene Zeitspanne, während der ein Wein ein Trinkvergnügen bzw. ohne geschmackliche Beeinträchtigung genießbar ist. Das oft verwendete Schlagwort „je älter desto besser“ ist falsch, denn das trifft nur auf Weine mit Alterungspotential zu und ist nur bei Spitzenqualitäten zu erwarten.

Der Beginn ist der Vermarktungs-Zeitpunkt, der bei einfachen Rotweinen und in der Regel bei Weißweinen auch schon die Trinkreife bedeutet. Der Prozess der Flaschenreifung kann bei Qualitätsweinen 5, 10, 15 und mehr Jahre dauern, bis der Höhepunkt erreicht ist. Das ist aber nicht „stichtagsbezogen“ zu verstehen, sondern gilt für eine längere Phase. Die Dauer ist vom Ausbau und den Lagerbedingungen abhängig, aber das kann 3 bis 7 Jahre und bei Spitzenqualitäten 5 bis 10 Jahre sein. Danach beginnt der Wein „abzubauen und ist am Lebensende schließlich ungenießbar bzw. „tot“.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden