Traditionelle Form der Ernte, bei der die Weintrauben manuell mittels Rebmesser (Rebschere) vom Rebstock geschnitten werden. Gegebenelfalls wird vorher der Reifezustand (Mostgewicht) mittels Refraktometer festgestellt. Für jede Traube erfolgt eine optische Kontrolle je gewünschtem Weintyp bzw. Selektion. Unreifes oder faules Traubengut (zum Teil auch einzelne Beeren) wird aussortiert. Dadurch gelangen nur physiologisch reife Trauben zur Verarbeitung.

Gegebenenfalls erfolgt dies in mehreren Durchgängen (Tri), bei denen jeweils nur die besten Trauben geerntet werden. Von vielen Produzenten wird eine Handlese als Voraussetzung für eine hohe Qualität des Traubenguts gegenüber einer maschinellen Lese mittels zum Beispiel Traubenvollernter betrachtet. Der Transport zum Presshaus erfolgt möglichst rasch, um oxidativen Vorgängen zuvorzukommen. Siehe dazu detailliert unter Weinlese und Pressen.
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Hans-Georg Schwarz
Ehrenobmann der Domäne Wachau (Wachau)