Die weiße Rebsorte stammt aus Ungarn. Der Name bedeutet „Lindenblatt“ und leitet sich von der entfernt ähnlichen Linden-Blattform sowie auch vom Aroma der großen, lockerbeerigen Trauben ab. Synonyme sind Feuille de Tilleul (Frankreich); Lipolist, Lipolist Biyali (Kroatien); Lämmerschwanz, Lindenblättrige, Lindenblättriger, Lindener, Weißer Lämmerschwanz (Österreich); Lipovina (Slowakei, Tschechien); Budai Fehér, Budai Gohér, Harch Levelu, Hárslevele, Hárslevelu, Hársleveleue, Harst Levelyu, Hárzevelu, Kerekes, Kereklevelü, Tarpai, Teisor (Ungarn).

Sie darf trotz zum Teil gleicher Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten nicht mit den Sorten Ezerjó (Budai Fehér, Kerekes), Hosszunyelü oder Mézes Fehér (Budai Fehér) verwechselt werden. Gemäß zuletzt im Jahre 2020 erfolgten DNA-Analysen entstammt sie einer vermutlich natürlichen Kreuzung zwischen Furmint x Tsimlyanskii Belyi (die Vatersorte ist aber umstritten). Dies basiert allerdings auf nur 20 DNA-Markern (siehe unter Molekulargenetik). Hárslevelű war Kreuzungspartner der Neuzüchtungen Conegliano, Ezerfürtű, Kabar, Lena, Úrréti und Zefír.
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien