Komplexe Gemische aus organischen Stoffen mit glasartigen oder fest- bis zähflüssigen Eigenschaften. Nach dem Austreten flüssig bleibende Harze bezeichnet man als Balsame, sich an der Luft durch Verdunstung erhärtende als Hartharze. Der intensive und angenehme balsamische Geruch wird vor allem durch ätherische Öle, insbesondere Terpene, verursacht. Die meisten natürlichen Harze stammen aus Nadelhölzern. Von Harzen klar zu unterscheiden sind pflanzliche Gummistoffe wie Gummi arabicum, die keine Harze darstellen und anderen Stoffklassen zuzuordnen sind.

1 = Harztropfen, 2 = Myrrhe, 3 = Fichtenzapfen
Verschiedene Harze wie etwa Myrrhe wurden in der Antike zum Aromatisieren von Wein und anderen Getränken verwendet. Der bekannteste geharzte Wein ist der griechische Retsina. Der griechische Historiker Herodot (ca. 482–425 v. Chr.) berichtete, dass die Griechen die getrocknete harzige Flüssigkeit des Mastixbaums kauten.
![]()
Seriöse Quellen im Internet sind rar - und das Weinlexikon von wein.plus ist eine solche. Bei der Recherche für meine Artikel schlage ich regelmäßig im wein.plus-Lexikon nach. Dort erhalte ich zuverlässige und detaillierte Informationen.
Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi