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Honifogl

Österreichische Dialekt-Bezeichnung für den Hänfling (lat. Carduelis cannabina). Der „Hanfvogel“ zählt zur Familie der Finkenvögel und ernährt sich gerne von Hanfkörnern und Weintrauben. Der Name hat aber auch einen besonderen Bezug zu einem Vorkommnis in der österreichischen Weinszene. Im Jahre 1985 kam es zum berüchtigten Weinskandal. Von einigen Winzern wurden qualitativ einfache Weine mit dem Frostschutzmittel Glykol „aufgebessert“, um Spätlesequalitäten zu erreichen. Damit kam unschuldigerweise der Begriff Spätlese in Verruf. Die (bei diesem Skandal nicht involvierte) Wachauer Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus führte deshalb als Qualitätsbegriff „Honifogl“ ein – bewusst mit „f“ statt mit „v“. Daraufhin brachte eine Frau Elsa Honifogl aus Straß im Straßertal (Kamptal), die den Namen für eine kleine Rebfläche hatte vorher schützen lassen, Klage ein. Es kam zu einem Vergleich. Die Vinea nannte nun ihre Gebietsmarke Smaragd, nach der hier zahlreich vorkommenden Smaragdeidechse. Der Vinea-Winzer Franz Hirtzberger verwendete darauf die alte Wachauer Riedenbezeichnung Honivogl (mit „v“) für seinen besten Grünen Veltliner und ließ sich dafür den Namen schützen.

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Egon Mark

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Egon Mark
Diplom-Sommelier, Weinakademiker und Weinberater, Volders (Österreich)

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