Seit dem Frühmittelalter verwendete Bezeichnung (auch Hube, Huffe, Lahn abgeleitet von Lehen) für ein Bauerngut oder Gehöft (Hof) mit ausreichenden Acker- und Weideflächen, die eine Familie bearbeiten und ernähren konnte. Die Besitzer hatten abhängig der Größe entsprechende Bezeichnungen wie Vollbauer oder das in der Folge als häufiger Familienname verwendete Huber (1 Hufe/Hube), Halbbauer (1/2 Hufe/Hube), Viertelbauer (¼ Hufe/Hube) und Kleinhäusler (unter ¼ Hufe/Hube). Die Hufe diente auch als Bemessungseinheit zur Erhebung der herrschaftlichen Abgaben und Dienste. Vom 9. Bis zum 18. Jahrhundert wurde so auch ein Flächen- bzw. Feldmaß bezeichnet. Die Größe schwankte beträchtlich je Bodentyp und Land zwischen 20 bis 160 Morgen bzw. 5 bis 40 Hektar. Eine Königshufe entsprach zwei Hufen. Siehe auch unter Flächenmaße, Hohlmaße und Maßeinheiten.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien