Die rote Rebsorte stammt aus Italien (Sizilien).

Die vermutlich sehr alte Rebe wurde bereits im Jahre 1696 italienischen Botaniker Francesco Cupani (1657-1710) dokumentarisch erwähnt. Dieser nannte drei Spielarten namens „la vranca“, „l’imperiale (oder di Napoli)“ und „la nigra“. Dies wurde im Jahre 1735 vom sizilianischen Botaniker Francesco Nicosia wiederholt: „Es gibt drei Insolie, zwei weiße und eine schwarze. Die schwarze mit großer, schwarzer, süßer Frucht, die, obwohl hart im Mund, sich auflöst“.
Gemäß 2014 erfolgten DNA-Analysen (De Lorenzis) entstammt Inzolia Nera einer vermutlich natürlichen Kreuzung zwischen Sangiovese x unbekannter Vatersorte. Bei der weißen Sorte Inzolia handelt es sich um keine farbliche Mutation oder umgekehrt (beides ex Wine Grapes). Im VIVC-Katalog wird aber verwirrenderweise eine Sorte Insolia Nera mit den Synonymen Anzonica Nera, Insolia Niura, Inzolia Nera und Inzolia Nero mit unbekannter Abstammung angegeben.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena