Der römisch-katholische Mönchsorden (auch in der Schreibweise Karthäuser) wurde 1084 durch den später heilig gesprochenen Bruno (1035-1101) in La Chartreuse bei Grenoble in Frankreich gegründet. Der Name Kartause (für Kloster) leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Cartusia für den Gründungsort der ersten Kartause ab. Die Ordensregeln sind in abgeminderter Form auch heute noch strengste Askese (Fasten mit dreimal wöchentlich Brot, Wasser und Salz), Gebot des ewigen Schweigens (Verständigung nur durch Zeichen) und das Gebet (acht Stunden täglich). Das Ordens-Motto lautet: Stat crux dum volvitur orbis (Das Kreuz steht fest, während der Erdball sich weiterdreht). Im Mittelalter besaßen die Kartäuser umfangreiche Weinbergflächen unter anderem im französischen Cahors, in der Schweiz, im deutschen Trier an der Mosel und im spanischen Priorato.
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Lothar Lindner
Innsbruck