Bezeichnung (auch Bergmehl, Celit, Diatomeenerde, Kieselmehl, weiße Erde) für eine weißliche, pulverförmige Substanz: Sie besteht überwiegend aus den Skeletten fossiler Algen (Kieselalgen = Diatomeen), die in Süß-, Brack- oder Salzwasser leben. Aufgrund ihrer hochporösen Struktur besitzt Kieselgur eine große innere Oberfläche und ist für Flüssigkeiten gut durchlässig. Sie eignet sich daher hervorragend als Filterhilfsmittel bei der Filtration von Wein, vor allem bei der Anschwemm- und Schichtenfiltration, wo sie maßgeblich zum Aufbau eines wirksamen Filterkuchens beiträgt. Die Wirkung ist rein physikalisch-mechanisch; Kieselgur ist chemisch inert und geschmacksneutral.
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Dr. Edgar Müller
Dozent, Önologe und Weinbauberater, Bad Kreuznach