Die Korkmotte ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Echten Motten. Sie wird 7,5 Millimeter lang und hat eine Flügelspannweite von 10 bis 14 Millimeter. Das Insekt legt ihre Eier gerne an feuchten Stellen im Weinkeller ab. Wenn dies auf einem Korken erfolgt, wird dieser von der geschlüpften Raupe (auch Korkwurm) angefressen und dadurch undicht, was in der Folge (neben Schimmelpilz) Oxidation des Weines bis hin zum Auslaufen bewirkt.

Möglich ist auch eine Geschmacks-Beeinträchtigung des Weines durch Schimmelpilze, Bakterien und Milben, die sich auf den von Kot durchsetzten Korkkrümel-Gespinsten ansiedeln und durch den undicht gewordenen Korken in die Flasche gelangen. Dadurch kann dann auch der Weinfehler Schimmelgeschmack entstehen. Man erkennt den Befall durch die Raupe selbst am Korken oder an zerfressenem Korken bzw. an Korkbröseln oder am Boden. Unbefallene Flaschen kann man schützen, indem man den Kork mit Dokumenten-Siegellack überzieht. Guten Schutz gibt es durch Verwendung von Flaschen-Kapseln. Man kann die Korkmotte auch durch biologische Mottenfallen bekämpfen.
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Das Glossar ist eine monumentale Leistung und einer der wichtigsten Beiträge zur Vermittlung von Weinwissen. Unter all den Lexika, die ich zum Thema Wein verwende, ist es mit Abstand das wichtigste. Das war vor zehn Jahren so und hat sich seither nicht verändert.
Andreas Essl
Autor, Modena