Der Weingenuss spielte im jüdischen Leben bei allen Festen seit jeher eine bedeutende, rituelle Rolle, mit vielen Beispielen im Alten Testament der Bibel. Ein maßvoller Konsum wird den Gläubigen als der Gesundheit zuträglich empfohlen. Beim Sabbat wird Wein zu Beginn (Kiddusch) und am Ende (Havdala) getrunken. Am Beginn des Sabbats (Freitagabend) wird ein Becher mit Wein (Kidduschbecher) während der Feier viermal gefüllt. Zuerst spricht der Vater den Segen über den Wein: Gepriesen seist du, Gott unser Herr, Herrscher des Himmels und der Erde, der du die Frucht der Rebe geschaffen hast. Dann trinkt er einen Schluck Wein und reicht ihn an alle weiter.

Graphik links: Hebräischer Schriftzug für den Begfriff „koscher“. Graphik Mitte: Das Siegel für einen zertifizierten koscheren Wein. Graphik rechts: Schild in einem Weingarten in Israel, wo die Neuzüchtung Emerald Riesling weit verbreitet ist, die unter anderem für die Produktion von koscherem Wein verwendet wird.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden