Bezeichnung für einen Wein im Rahmen einer Weinansprache bzw. Weinbewertung, der sich mit einem deutlich unangenehmen und fehlerhaften Gesamtbild präsentiert. Der Begriff wird häufig im Sinn eines weinfremden Geruchs- oder Geschmackeindrucks verwendet. Solche störenden Empfindungen entstehen entweder durch technische Ursachen (z. B. Reinigungsmittelreste, Materialkontakt, Schönungs- oder Filtrations-Fehler) oder durch mikrobiologische Prozesse.
Ursächlich verantwortlich sind in der Regel verschiedene Bakterien, Pilze oder andere Mikroorganismen, die zu unerwünschten Stoffumwandlungen führen. Dabei handelt es sich stets um verschiedene Weinfehler, die den Wein sensorisch deutlich beeinträchtigen oder schlimmstenfalls ungenießbar machen können. Zu den klassischen Beispielen zählen unter anderem Hochfärbigkeit. Korkschmecker und Schimmelgeschmack. Ein kranker Wein wirkt häufig fremdartig, dumpf und stechend und zeigt meist keine sorten- oder herkunftstypische Aromatik mehr. Verwandte und zum Teil weniger umfassende Begriffe sind amorph, artifiziell (künstlich), fad, flach und unsauber.
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Lothar Lindner
Innsbruck