Die mit 8.335 km² größte Insel Griechenlands (grch. Kriti) in der Länge von 260 und der Breite von 60 Kilometern liegt vor dem Südausgang des Ägäischen Meeres. Von Westen nach Osten wird Kreta von einer Bergkette mit bis zu 3000 Metern Höhe durchzogen. Zwischen den Bergen gibt es fruchtbare Täler. Sie war in der Antike Mittelpunkt der kretisch-mykenischen Kultur, kam 67 v. Chr. in römischen Besitz und war danach unter oströmischer, arabischer, venezianischer und osmanischer Herrschaft. Erst im Jahre 1913 kam dann die Insel zu Griechenland.

Es wird vermutet, dass sich auf Kreta die ersten kultivierten Weingärten des Mittelmeerraumes befanden, sie zählt aber sicher zu den ältesten Weinbaukulturen. In der Nähe der Gemeinde Archanes wurde bei Ausgrabungen in Vathipetro eine Weinpresse entdeckt, die aus 2000 v. Chr. stammt. Im Mittelalter hieß die Insel Candia, die süßen Weine aus Malvasia und Muskateller wurden über die Hafenstadt Monemvasia (Peloponnes) nach ganz Europa verschifft.
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Für meine langjährige Tätigkeit als Lektorin mit wein-kulinarischem Schwerpunkt informiere ich mich bei Spezialfragen immer wieder gern im Weinlexikon. Dabei führt spontanes Lesen und das Verfolgen von Links oft zu spannenden Entdeckungen in der weiten Welt des Weins.
Dr. Christa Hanten
Fachjournalistin, Lektorin und Verkosterin, Wien