Der französische Rebenzüchter Eugène Kuhlmann (1858-1932) kreierte im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts am Oberlin-Institut in Colmar-Elsass zahlreiche Neuzüchtungen. Einige Jahre war er auch Direktor an diesem Institut. Er kreierte durchwegs französische Hybriden (Europäer-Reben x Amerikaner-Reben). Die Hauptziele seiner züchterischen Tätigkeit war eine ausreichende Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Pilzkrankheiten und Frost.
Kreationen von Kuhlmann sind u. a. Colmar Précoce Noir (Kuhlmann 277-2), Etoile I (Kuhlmann 237-1), Etoile II (Kuhlmann 237-2), Grisette, Léon Millot (Kuhlmann 194-2), Lucie Kuhlmann (Kuhlmann 149-3), Maréchal Foch (Kuhlmann 188-2), Maréchal Joffre (Kuhlmann 187-1), Neron (Kuhlmann 296-1), Pinard (Kuhlmann 191-1) und Triomphe d’Alsace (Kuhlmann 319-3). Bei sieben war die von Christian Oberlin (1831-1915) kreierte Sorte Goldriesling (1) Kreuzungspartner. Durch ihre Pilzresistenz sind sie wieder interessant geworden. Viele werden auch als Tafeltrauben verwendet.
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Prof. Dr. Walter Kutscher
Lehrgangsleiter Sommelierausbildung WIFI-Wien