Die rote Rebsorte stammt höchstwahrscheinlich aus Italien und ist eine der zahlreichen Lambrusco-Sorten (siehe dort). Synonyme sind Grappello Maestri, Lambrusco und Lambrusco di Spagna.

Die Ende des 19. Jahrhunderts erstmals erwähnte Sorte ist vermutlich von der „Villa Maestri“ in S. Pancrazio (Emilia-Romagna) abgeleitet. Die Hypothesen einer Herkunft aus der Schweiz oder aus Spanien sind unwahrscheinlich.
Die Abstammung (Elternschaft) ist unbekannt (ex VIVC-Katalog). Gemäß im Jahre 2005 erfolgten DNA-Analysen besteht eine Eltern-Nachkommen-Beziehung zur Sorte Fortana (ex Wine Grapes).
Die spät reifende, ertragreiche Rebe ist gut widerstandsfähig gegenüber beiden Mehltauarten, Botrytis und Trockenheit, sowie auf Grund des späten Austriebs wenig anfällig für Frühjahrsfrost. Sie erbringt rustikale, tanninreiche Rotweine mit Erdbeeraromen. Diese werden für die Produktion von Stillweinen und Schaumweinen verwendet.
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Thorsten Rahn
Restaurantleiter, Sommelier, Weindozent und Autor; Dresden