Bezeichnung für die Hügellandschaft nördlich und südlich der Stadt Alba (Provinz Cuneo) in der italienischen Region Piemont, die auch als „Herz des Piemont“ bezeichnet wird. Sie liegt zwischen der oberen Poebene bei Turin und den Ligurischen Alpen und erstreckt sich über die Provinzen Cuneo und Asti. Das Gebiet wird von den zwei Flüssen Tanaro und Bormida begrenzt. Die Langhe teilt sich in die drei Bereiche Bassa Langa (untere Langa) mit vor allem Weinbau, Alta Langa (obere Langa) mit Haselnussanbau und den für seinen Trüffelanbau berühmten Bereich Langa Astigiana.

Das Klima ist gemäßigt kontinental mit warmen Sommern und oft nebligen Herbstperioden, die für eine langsame Reife der Trauben sorgen. Die Niederschläge verteilen sich relativ gleichmäßig über das Jahr, mit etwas höheren Mengen im Frühjahr und Herbst. Die sanften Hügelketten steigen bis zu 600 Meter Seehöhe an und bestehen hauptsächlich aus kalkhaltigen Ton- und Mergelböden, die aus marinen Sedimenten entstanden sind. Diese Böden besitzen eine gute Wasserspeicherungs-Vermögen, was besonders für den Qualitätsweinbau von Vorteil ist. Die vielfach südlich oder südwestlich ausgerichteten Hanglagen begünstigen eine optimale Sonneneinstrahlung.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“