Bezüglich der Lebensdauer bzw. des Lebenszyklus eines Weines siehe unter tot.
Bezeichnung für eine negative Beurteilung eines Weines im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache. So ein Wein ist am Ende seines Lebenszyklus angelangt und ungenießbar. Andere Begriffe sind abgestorben, „der Wein ist hinüber“ und „Weinleiche“. Identisch ist das französische „passé“. Ein Vorstadium mit gerade noch genießbarem Zustand wird als überaltert (überlagert) bezeichnet. Bei einem „toten“ Wein sind nahezu alle positiven sensorischen Eigenschaften verschwunden; wesentliche Komponenten haben ihre Stabilität und Ausdruckskraft endgültig verloren. Die im Folgenden beschriebenen sensorischen und chemischen Veränderungen treten vor allem unter typischen Alterungsbedingungen auf und sind nicht in jedem Fall vollständig oder in gleicher Ausprägung vorhanden.

Historische Weinflaschen: 1 = Malmsey 1880, Madeira-Variante; 2 = verschiedene alte Rotweine; 3 = Heidsieck Monopole, Fund aus einem Schiffswrack. Die gezeigten Flaschen stehen aber nicht für „tote“ oder verdorbene Weine, sondern sollen ausschließlich das hohe Alter sowie das Erscheinungsbild jahrzehnte- oder jahrhundertelanger Lagerung veranschaulichen. Die im Bild 1 und 3 (82 Jahre alt) gezeigten sehr alten Weine waren zum Teil noch trinkbar.
Die Begriffe ausgezehrt, brüchig, fad, flach, hohl...
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Lothar Lindner
Innsbruck