Der legendäre Wiener Bänkelsänger, Dudelsackpfeifer und Stegreifdichter hat angeblich tatsächlich gelebt. Von Augustin N. (1645-1685) ist vom Nachnamen nur der erste Buchstabe aus der amtlichen Sterbeliste bekannt. In einigen Quellen wird aber der Name Markus Augustin angegeben. In seinem Stammlokal „Zum roten Dachel“ im 1. Wiener Bezirk (später das „Griechenbeisl“ am Fleischmarkt 11 neben der Griechenkirche zur heiligen Dreifaltigkeit) trug er regelmäßig seine lustigen und derben Lieder und Schwänke vor. Das in Wien sehr beliebte und beim Heurigen oft gesungene Lied „Oh Du lieber Augustin“ ist aber erst nach seinem Tod um das Jahr 1800 entstanden.

Das Bild links zeigt eine Plakette am Lokal „Griechenbeisl“ in Wien am Fleischmarkt; das Bild mitte die 1. Strophe des Liedes und das Bild rechts den „Augustin-Brunnen“ am Augustinplatz im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau.
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Dominik Trick
Technischer Lehrer, staatl. geprüfter Sommelier, Hotelfachschule Heidelberg