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Louche-Effekt

Bezeichnung (frz. louche = undurchsichtig, anrüchig, verdächtig) für das Milchigwerden einer Anis-Spirituose bei Zugabe von Wasser oder auch sehr starke Kühlung. Das sind Absinth, Pastis und Pernod (Frankreich), Aguardiente und Pacharán (Spanien), Aquavit (Skandinavien), Arrak (Ostindien), Ouzo und Tsipouro (Griechenland), sowie Raki (Türkei). Das Phänomen wird aber nach dem griechischen Schnaps oft auch als „Ouzo-Effekt“ bezeichnet.

Louche-Effekt - drei Ouzo-Gläser

Mit Hilfe des Louche-Effekts kann der Anisgehalt dieser Getränke verglichen werden. Denn je trüber die Flüssigkeit bei einem bestimmten Mischungsverhältnis wird, desto mehr Anis ist in der Spirituose enthalten. Durch die Zugabe von Wasser opalisiert die klare Flüssigkeit. Die milchige Trübung wird durch eine Öl-in-Wasser-Emulsion gebildet, die eine Lichtstreuung bewirkt. Ursache des Effekts ist die schlechte Wasserlöslichkeit des im Absinth enthaltenen ätherischen Öls Anethol. Es handelt sich also um kein chemisches, sondern um ein physikalisches Phänomen. Der Effekt kann auch (ohne Zugabe von Wasser) durch Herunterkühlen der Spirituose erreicht werden.

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gemacht mit von unserem Autor Norbert Tischelmayer. Über das Lexikon

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