Bezeichnung für den typischen Weincharakter des portugiesischen Madeira, der durch den bewusst oxidativen Ausbau und die Erwärmung bzw. Erhitzung des Weines entsteht. Dieser äußertsich durch eine bernsteinfarben bis braune Farbe und einen karamellartigen, gekochten Ton. Die Ursache für den Geruch und Geschmack ist der Aromastoff Sotolon.
Bei einem herkömmlichen Wein wird der Begriff „maderisiert“ im Rahmen einer Weinbewertung bzw. Weinansprache als negatives Attribut für einen überalterten bis verdorbenen Wein verwendet und gilt bei stärkerer Ausprägung als Weinfehler. Die fließende Grenze zu einem Sherryton ist nicht exakt zu ziehen - am ehesten noch durch den Karamellton (Madeira) und Nusston (Sherry). Verwandte Begriffe sind firn, oxidiert, rahn, rancio und ranzig.
![]()
Seriöse Quellen im Internet sind rar - und das Weinlexikon von wein.plus ist eine solche. Bei der Recherche für meine Artikel schlage ich regelmäßig im wein.plus-Lexikon nach. Dort erhalte ich zuverlässige und detaillierte Informationen.
Thomas Götz
Weinberater, Weinblogger und Journalist; Schwendi