Der in Konstanz geborene Weinbaufachmann Hofrat Karl Mader (1847-1914) begann nach Besuch der Landwirtschafts-Schule in Rütti (Schweiz) und der Ausbildung in landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland eine Tätigkeit als Wanderlehrer für den Landwirtschafts- und Gartenbau-Verein in Bozen. Im Jahre 1877 wurde er als Lehrer für Obst- und Weinbau an die Lehranstalt Istituto Agrario di San Michele all’Adige berufen. Zu seinen Schülern zählte unter anderem der spätere Agrarwissenschaftler Rebo Rigotti (1891-1978), der ihm später in der Leitung des Instituts nachfolgte.
Ab dem Jahre 1882 übernahm er die Schriftleitung der „Tiroler landwirtschaftlichen Blätter“ und des „Tiroler landwirtschaftlichen Kalenders“, wo er zahlreiche Artikel vor allem über Obstbau verfasste. Ab dem Jahre 1893 unternahm er Düngungs-Versuche im Weinbau und überwachte die Rebschulen, die in Vorbereitung auf Maßnahmen bezüglich der Reblaus-Bekämpfung standen, die zu diesem Zeitpunkt in vielen Ländern Europas wütete.
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Roman Horvath MW
Domäne Wachau (Wachau)