Die rote Rebsorte stammt von der Iberischen Halbinsel aus dem Grenzgebiet Spanien und Portugal. Synonyme sind Jaen Noir (Frankreich); Fernão Pires Tinta, Jaen, Jaen du Dão, Jaen Galego, Jaen Galeno, Loureiro Tinto (Portugal); Jaén, Jaén Tinto, Mencía Pajaral, Mencía Pequeno, Mencin, Tinto Mencia (Spanien).

Die Sorte wurde in León im Nordwesten Spaniens Ende des 19. Jahrhunderts erstmals erwähnt, von wo sie auch herstammen dürfte. Vermutlich wurde sie von Pilgern auf ihrem Rückweg von Santiago de Compostela nach Portugal in die Region Dão gebracht. Auf eine spanische Herkunft weisen viele genetische Spielarten der Sorte in Spanien hin.
Gemäß im Jahre 2015 erfolgten DNA-Analysen handelt es sich um eine vermutlich natürliche Kreuzung zwischen Alfrocheiro x Patorra. Die Vatersorte hat sich allerdings bei einer neuerlichen DNA-Analyse 2021 nicht bestätigt (sie ist unbekannt). Sie darf auf Grund zum Teil gleicher Synonyme bzw. morphologischer Ähnlichkeiten nicht mit den Sorten Juan García, Jaén Tinto, Loureiro Tinto oder Malvasia Nera di Brindisi verwechselt werden.
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Markus J. Eser
Weinakademiker und Herausgeber „Der Weinkalender“